MTB Graubünden, Bern, Basel-Schweiz 2015

Anfang Juni bin ich nach Graubünden, in die Schweiz gefahren. Nach einer zähen Autobahnfahrt (Baustellen ohne Ende und einem Erdrutsch in der Göschen/ Andermatt Region) habe ich mich gegen 19:30 entschieden nicht die bequemere Strecke durch den Gotthardtunnel von Airolo nach Andermatt zu nehmen (75Min Stau an der Einfahrt) sondern über Zürich - Chur - Sedrun. Das hat mich dann noch einmal 50 Min gekostet. Nach tel. Rücksprache mit dem Hotelier Josef Russi konnte ich auch noch nach der eigendlichen Öffnungszeit einchecken. Vielen Dank noch einmal, nachträglich. Nachdem ich meine Sachen in dem geschmackvoll eingerichteten, großen Zimmer abgelegt hatte, konnte ich noch nicht sofort einschlafen. Also machte ich mich im Ort auch die Suche nach einem Lokal, was noch geöffnet hatte. In der Peanuts-Bar war ich früher schon einmal (Skiurlaub). Es hatte sich nichts verändert. Zwei halbe Bier sollten für die nötige Bettschwere reichen.

 

Am nächsten Morgen war ich schon gegen 8:00 wach. Na toll, super Urlaub. Aber ich hatte super bequem geschlafen und ging dann mal "richtig" einchecken und mein Frühstück anmelden. Auch als Vegetarier hatte ich eine reichhaltige Auswahl zwischen verschieden Backwaren, Käsesorten, Marmeladen und eine klasse Müsliauswahl. Diät ade ;-)

 

Herr Russi gab mir eine Regionalkarte und zeigte mir einige Radwege, die allesamt gut ausgeschildert sind. Wie erwartet geht es auf schönen Waldwegen kontinuierlich bergauf. Nach 1 Std. merke ich schon die dünne Luft. Aber ich wollte ja bis 4Std. mit dem MTB die Gegend im Frühjahr erkunden. Nachdem ich den "1. Golfplatz nach der Rheinquelle" durchkreuzt hatte, ging es auf einer Schiebepassage ca. 30Min bergauf. Auf der Bundesstraße habe ich mich dann entschlossen mir ein schönes Plätchen in der Sonne zu suchen und es nicht am 1. Tag schon zu übertreiben. Die anschließende 25 Min. Abfahrt konnte ich richtig gut genießen.

 

Abends zauberte das Kückenteam im Hotel La Cruna ein leckeres vegetarisches Gericht auf den Tisch. In der gemütlichen Gaststube kamen auch noch auswertige Gäste, also eine gute Adresse, dachte ich mir. Jetzt merke ich aber auch die Anstrengung des ersten Radtages und die dünne Luft. Die Matratze ruft nach mir.

 

Nach einem reichhaltigem Frühstück, leckerem Kaffee und einem frischen Frühstücksei starte ich in den zweiten Tag. Diesmal sollte es zu einer Berghütte gehen, die ich noch aus dem Skiurlaub kannte. Es war mörderheis, aber gottseidank kann man hier an jeder fließenden Quelle seinen Wasserbedarf stillen. Zumal das Quellwasser wirklich lecker ist. Beatrix vom Service hat mir versichert, das ich das Wasser bedenkenlos trinken könne. Wieder durch das Rheintal, auf den gut ausgebauten Wanderwegen in Richtung Tschamut. Hier bog ich dann in den Anstieg in Richtung Maliz. Vorbei an duftenden Wildkräuterwiesen und durch den Nadelwald schraubte sich der Weg immer höher gen Milez. Die Aprés Skibar an der Mittelstation der Bergbahn war mein Ziel. Aber die gestallter der Straße machen es einem nicht einfach. Nach endlosen Kurven, endlich ein Fleckchen zum ausruhen und kühlen. Ein Feuerlöschteich mitten im Wald - Herrlich!!!. Von hier aus geht es nur noch geradeaus bis zur "Tegia las Palas", meinem Ziel. Kurz vorherl überholt mich noch ein einheimischer Rentner auf einem MTB, ich glaube ich sollte mal meinen konditionellen Zustand überdenken. Endlich angekommen sitzen Sabine (die Betreiberin) und der Radkollege auf der Bank und plauschen. Ich muss sehr erschöpft ausgesehen haben, da er mich spontan auf ein kühles Getränk einläd. Auch an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an den unbekannten Retter ;-)

Sabine zeigt mir zwei balgende Murmeltiere, leider waren sie für mein 14-24mm Weitwinkel zu weit weg. Aber ich beschloss spontan noch einmal wiederzukommen.

Die Zeit auf der Hütte verging wie im Flug. Leider hat auch die netteste Unterhaltung in der Sonne, auf 1880 Meter einmal ein Ende. Auf der anschließenden Abfahrt hat sich dann auch meine Hinterradbremse verabschiedet. Der Druckpunkt hat sich durch Luft im System aufgelöst. Na toll, eine geile Abfahrt, kein Gegenverkehr, absolute Ruhe und eine überhitzte Vorderradbremse. Hauptsache heil runterkommen.

Am nächsten Tag bin ich wieder in Richtung Tschamut unterwegs. Hier hatte ich ein Zweiradgeschäft gesehen. Leider war das Geschäft geschlossen, somit hatte ich immer noch keine wirklich funktionierende Hinterradbremse. Also wieder zurück zum Hotel und mal die Gegend zu Fuß erkunden. Ist aber auch nicht leichter. Auf einer Bank schön in der Sonne liegen und den Herrgott einen lieben alten Mann sein lassen. Trotzdem musste ich mich auf meinem Zimmer noch einmal ausstrecken.

Nach dem Nachtmahl ;-) bin ich noch einmal durch den Ort gewandert. Und richtig, am Anfang hatte ich ein Schild im Augenwinkel bemerkt "Bar/ Bistro La Fravia" Dort herrscht eine ausgelassene Stimmung. Jossi bot mir direkt einen Platz am Tresen an und mit seinen Freunden haben wir dann das Internet bemüht. Reium hat sich jeder einen Song ausgesucht, der dann auch lautstark begleitet wird. Wir ernten reichlich seltsame Blicke der anwesenden Ortsjugend. Auch haben wir nicht immer den Geschmack aller anwesenden getroffen. Freudig überrascht zeigte sich die Runde als ich ein Song von "Krokus" angespielt habe. Zumal ich den Leadsänger "MARC STORACE" schon einmal Live erleben durfte.

 

Teil 2 MTB Maliz, Rheinquelllauf, Zugfahrt Disentis-Sedrun

Fahrt nach Basel, über Andermatt, Furkapass, Grimsel

Kompetente Führung von Carsten durch Basel, mit lecker Hinterhofgastronomie ;-)

Teil 1 MTB Sedrun, Zugfahrt zum Oberalppass, Tschamut, Maliz,

Teil 3 MTB Maliz, Oberalppass

Rundgang mit angenehmer Führung von "Eve" durch Berns Altstadt

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